Photodynamische Therapie

Was heißt „Photodynamische Therapie“ oder kurz „PDT”?
PDT ist ein zweistufiges therapeutisches Verfahren. Zuerst wird ein Arzneimittel (Photosensitizer) intravenöse injiziert; mehrere Stunden später erfolgt die Bestrahlung des zu behandelnden Organs mittels Laserlicht. Die Wellenlänge richtet sich nach der Aktivierungswellenlänge des injizierten Arzneimittels, z. B. 630 nm für Photofrin.

Durch die Beleuchtung wird eine photochemische Reaktion ausgelöst, welche die Freisetzung von toxischen Stoffen verursacht, die die Tumorzellen abtöten. Das Zusammenspiel von Photosensitizer und Laserlicht ermöglichen die gezielte Ausrichtung auf Tumorzellen und ihre Zerstörung.

Die Lichtquelle ist ein Diodenlaser, der Laserlicht in einer spezifischen “monochromatischen” Wellenlänge entsprechend der Aktivierungswellenlänge des eingespritzten Photosensitizers emittiert. Die Wellenlänge variiert von Rot bis nahe an Infrarot (630 nm bis 800 nm) je nach Art des Photosensitizer. Die Wirkung der Behandlung und die Eindringtiefe hängen vom Photosensitizer-Typ ab. Blaues Licht dringt nicht so tief ein wie rotes oder infrarot-nahes Licht.

Wie kommt das Laserlicht an den Behandlungsort?
In der Gastroenterologie, Pneumologie und Urologie werden die meisten PDT-Behandlungen endoskopisch durchgeführt. D.h. der Laser wird mit einer optischen Faser verbunden, die mittels des Biopsiekanals eines Endoskops in den Körper des Patienten eingeführt wird bis zum Behandlungsort: Ösophagus, Lunge, Gallengang, der Prostata, der Blase, usw. In der Dermatologie wird die Haut direkt von der Lichtquelle bestrahlt.

Welche Tumore können behandelt werden?
PDT wird für die palliative oder kurative Behandlung zahlreicher Arten von Krankheiten eingesetzt.

Diffusoren für PDT

Klinische Studien